Ventilatoren, Regeltechnik und Fernwartung perfekt vernetzt - als Teil des modernen Gebäudemanagements
Die Ziehl-Abegg AG, bekannt als Marktführer im Bereich von Radial- und Axialventilatoren, ergänzt Ihr Produktprogramm.
Im Bereich der System- und Regeltechnik kommt ein intelligentes frei programmierbares Regelmodul und ein Webserver für verschiedene Möglichkeiten der Fernüberwachung hinzu.
Das neu entwickelte Regelmodul ermöglicht die Steuerung und Kommunikation von zentralen oder dezentralen Komponenten in der Klimatechnik. Beispielsweise können das Frequenzumrichter oder intelligente Ventilatoren mit integrierter Regeltechnik sein. Damit relevante Anlagendaten aufgezeichnet und nach außen kommuniziert werden können, rundet für diese Aufgabe der neu entwickelte Webserver das Programm ab.
Ventilatoren, Leistungselektronik und die übergeordnete Regelintelligenz aus einer Hand
Dieses neue frei programmierbare Regelmodul für HVAC-Anwendungen, ist ein Hutschienenmodul. Es ist mit zahlreichen Ein- und Ausgängen ausgestattet. Bis zu 6 Sensoren für beispielsweise Temperatur, Differenzdruck, Luftgeschwindigkeit, Luftqualität oder auch Feuchtigkeit, können angeschlossen werden. Je nach Programmierung wirken die Sensoreingänge entsprechend auf die integrierten Ausgänge. Dieses sind Analogausgänge wie auch Relais. Auch digitale Eingänge sind integriert, die beispielsweise Überwachungsfunktionen oder Umschaltfunktionalitäten realisieren können. Damit bequem Sollwerte verändert werden können, ist das Modul mit einem integrierten Display ausgestattet.
Bei der Entwicklung dieses Produkts stellte sich die Frage, welche Software flexible Anpassungen ermöglicht; möglichst auch dahingehend, dass geschultes Fachpersonal vor Ort einfach beispielsweise einen Eingang zusätzlich konfiguriert. Es war klar, dass es sich um ein Programmiersystem handeln muss, welches nach dem Standard IEC 61131-3 programmierbar ist. Ferner wünscht man sich, dass die Kunden keine firmenspezifische Software kaufen müssen, die ein solches System unnötig verteuern würde.
Unter Berücksichtigung dieser Punkte, wurde das Programmiersystem CoDeSys von der Firma 3S aus Deutschland ausgewählt.
Das Programmiersystem ist frei erhältlich und erfreut sich zunehmender Verbreitung im Markt. Über die standardmäßig integrierte Schnittstelle Ethernet kann das Produkt leicht zum Aufspielen der Software an einen PC oder Laptop angeschlossen werden.
Das Regelmodul ist mit Modbus-RTU ausgestattet. Dieses Bussystem, welches in nahezu allen umfangreicheren Ziehl-Abegg Regelelektroniken integriert ist, ermöglicht die Vernetzung der Einzelkomponenten, die dann wunschgemäß und problemlos miteinander kommunizieren. Insbesondere hierbei bieten sich für den Anlagenbauer umfangreiche Vereinfachungen. Man muss sich die Möglichkeiten dieses Komplettsystems, bestehend aus vielen einzelnen Komponenten eines Herstellers, verdeutlichen. In der Praxis werden beispielsweise zwei Ventilatoren (Zu- und Abluftventilator), zwei Frequenzumrichter und ein übergeordnetes Regelmodul eingebaut oder im Klimazentralgerät verwendet.
Sind diese Komponenten dann von einem Hersteller, beispielsweise zwei freilaufenden Radialventilatoren von Ziehl-Abegg, dazu passend die beiden Frequenzumrichter Icontrol, welche den Luftvolumenstrom entsprechend der Vorgaben des Regelmoduls UNIcon steuern, ist es ein Leichtes, durch die einheitlichen Schnittstellen der Produkte eine perfekt aufeinander abgestimmte Kommunikation des Systems und somit auch eine perfekt aufeinander abgestimmte Funktionalität zu schaffen.
Durch die umfangreiche Ausstattung des UNIcon können problemlos weitere Komponenten, wie Stellmotoren für Lüftungsklappen, Mischer, Heizungsregister, etc. angesteuert werden.
Visualisierungsmöglichkeiten, Datenspeicher und Fernüberwachung
Üblicherweise wird das Regelmodul in einen Schaltschrank oder im Klimagerät verbaut. Es kann der Wunsch bestehen, Werte der angeschlossenen Komponenten an zentraler Stelle zu visualisieren. Hierzu stehen neben externen Bedienterminals, welche wahlweise als Schalttafeleinbauausführung oder als Ausführung im IP54 Wandgehäuse verfügbar sind, weitere Möglichkeiten des Datentransfers zur Verfügung.
Bindet man den Ziehl-Abegg Webserver ZETAview mit ein, so sammelt dieser die Daten aus dem Regelmodul und wenn gewünscht, auch weitere Daten von angeschlossenen Feldgeräten wie beispielsweise Frequenzumrichter per Modbus-RTU. Die Daten werden auf der internen Speicherkarte des Webserver abgelegt. Per Ethernet Schnittstelle oder per Modem (Analog oder GSM) kann ein Datenaustausch und auch ein Zugriff zur Veränderung von Parametern erfolgen.
Intelligente Ventilatoren mit integrierter Regelelektronik runden das Komplettsystem ab
Intelligente Ziehl-Abegg Ventilatoren sind Ventilatoren der Produktfamilie FREvent oder ETAvent.
Bei den FREvent handelt es sich um Axial- oder Radialventilatoren, bei welchen direkt am wirkungsgradoptimierten Motor ein Frequenzumrichter integriert ist. Bei den ETAvent handelt es sich um Axial- oder Radialventilatoren, bei welchen direkt am EC-Motor (elektronisch kommutierter Motor mit integrierten Permanentmagneten) ein EC-Controller integriert ist und die äußerst energiesparend arbeiten.
Diese Ventilatoren bringen Ihre Leistungselektronik bereits mit. Das bedeutet, im Gegensatz zu herkömmlichen Ventilatoren ist die Vorschaltung eines separaten Regelgerätes wie zum Beispiel eines Frequenzumrichters, nicht notwendig. Diese Ventilatoren haben bereits eine Kommunikationsschnittstelle (Modbus-RTU) eingebaut. Dadurch ist auch hier die Kommunikation mit anderen Ziehl-Abegg Komponenten, wie dem neuen Regelmodul und dem Webserver, möglich.
Zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnen sich. Der Regelprozess des Ventilators wird exakt überwacht und gesteuert. Durch direkten Sensoranschluss am Ventilator kann ein FREvent oder ETAvent selbstständig regeln. Gleichzeitig wird er überwacht und relevante Daten aufgezeichnet.
Das flexible frei programmierbare Regelmodul UNIcon, in Verbindung mit weiteren Komponenten von Ziehl-Abegg, z. B. intelligenten Ventilatoren, Frequenzumrichtern und dem neuen Webserver, schafft ein System mit Einzelprodukten aus einer Hand. Schnittstellenprobleme zwischen Einzelprodukten sind ausgeschlossen. Auch bei Fragen gibt es nur noch einen Ansprechpartner. Nutzen Sie die Vorteile und setzen Sie auf Systemkomponenten, die sich blind verstehen.