• Aufbau Erde schematisch mit Statistiken im Hintergrund

Weniger Gewicht und mehr Effizienz auf dem Zugdach

Lufttechnik Messe Lufttechnik

Neues Ventilatorsystem ZAplus auf Kunststoff mit Brandschutz-Zertifikat
Der Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg hat ein Lüfter-System aus speziellem Kunststoff für die Kondensatorkühlung im Dachklimageräten entwickelt: Es wiegt weniger, ist effizienter und erfüllt dennoch die Brandschutznorm DIN EN 45545. Auch die Kosten auf den gesamten Lebenszyklus betrachtet sind deutlich niedriger im Vergleich zu herkömmlichen Ventilatoren.

Bisher sind die Axialventilatoren auf Zugdächern aufgrund des Brandschutzes stets aus Metall gewesen; gleiches galt für die Aufhängung. Ziehl-Abegg revolutioniert dies mit einem thermoplastischen Faserverbundwerkstoff. Das so genannte ZAmid haben die Künzelsauer Ventilatorenexperten seit 2011 in zahlreichen Anwendungen im  Kundeneinsatz. Jetzt bringt der Technologieführer dieses Material auch in die Bahntechnik ein. Der Vorteil: Das Gewicht des Ventilators reduziert sich um  bis zu 40 Prozent – Gewicht, das weder beim Betrieb des Geräts bewegt werden noch dauerhaft mit dem Zug durch die Gegend gefahren werden muss. Der Name des Produkts: ZAplus.

 

Da sowohl die Ventilatorflügel als auch die aus einem Schuss gefertigte Düse mit integrierter Motoraufhängung  aus dem Hochleistungsverbundwerkstoff bestehen, können diese Elemente optimal aerodynamisch gestaltet werden. Dies erhöht den Gesamtwirkungsgrad  des Ventilatorsystems. Das spart zusätzlich Energie im laufenden Betrieb. Da Klimaanlagen zu den größten Verbrauchern  im Zug gehören, ist diese Einsparung für den Betreiber nicht zu unterschätzen.

 

ZAplus Gleichrichterdüsen  bestehen komplett aus dem Hochleistungsverbundwerkstoff und können  somit nicht korrodieren. Gespritzt aus einem Schuss gibt es bei der Aufhängung auch keine Schrauben, die sich lösen können.

 

Ziehl-Abegg bietet das neuartige ZAplus-System für die Bahntechnik sowohl mit klassischen AC-Motoren als auch mit energiesparenden EC-Motoren an. EC-Motoren haben den Vorteil, dass die Drehzahl je nach Kühlleistungsbedarf oder etwa bei der Einfahrt in Bahnhöfe stufenlos  geregelt werden kann. Das bringt neben einer Energieeinsparung auch eine hörbare Lärmreduzierung für Anwohner wie Bahnkunden mit sich. Natürlich sind die EC-Motoren für künftige Anwendungen netzwerkfähig.   

 

Über Ziehl-Abegg
Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 bei Ziehl-Abegg Automotive angesiedelt.

 

Das High-Tech-Unternehmen besticht durch eine hohe Innovationskraft. Ziehl-Abegg beschäftigt 2.200 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 3.900 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 16 Produktionswerke, 28 Gesellschaften und 108 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz lag 2017 bei 540 Mio. Euro. Dreiviertel der Umsätze werden im Export erzielt.

 

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.

Weitere Informationen auf www.ziehl-abegg.de