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Warnung vor hoher Aerosolkonzentration im Traning Center

Unternehmen Allgemein

Corona-Gefahr: Auszubildende baut akustischen und optischen Warnmelder

Bei schlechter Belüftung kann ein Corona-Infizierter trotz Abstands andere Menschen anstecken. Daher richten Schulen und Unternehmen den Blick auf die Luftqualität. Bei Ziehl-Abegg hat die Auszubildende Lena Uhlig ein optisches und akustisches Warngerät für das Training Center gebaut und programmiert.

Die Idee stammt von Ausbilder Joachim Deißler: „Wir haben seit Sommer gekaufte Messgeräte in vielen Räumen im Einsatz, deren Display aber ziemlich klein ist“, erklärt er. Im großen Training Center, wo sich manchmal mehr als 20 junge Leute gleichzeitig aufhalten, wäre dies nur bedingt nützlich. Daher hat er das Thema an Lena Uhlig gegeben. Die Künzelsauerin ist kooperative Studentin; aktuell durchläuft sie eine verkürzte Ausbildung zur Elektronikerin für Geräte und Systeme; im Sommersemester 2022 beginnt ihr Studium.

Die 19-Jährige programmierte jetzt eine Motorsteuerung für eine Förderanlage. Und eben mit dieser Steuerungstechnik von Siemens versah sie ihr selbst entwickeltes Gerät zur Luftüberwachung im Training Center. „Alle 30 Minuten gibt es ein akustisches und optisches Signal“, sagt sie. Dann muss fünf Minuten gelüftet werden. Ein Taster beendet die Signale. Zusätzlich warnen ein rotes Licht und ein Tonsignal, wenn die Luftqualität zwischendurch absinkt. Gekoppelt ist dies an einen CO2-Messfühler.

„Die Einzelteile waren alle bei uns im Lager“, erklärt Uhlig: von dem Gehäuse (kleiner Sicherungskasten) über die Stromversorgungselemente bis zum CO2-Messgerät und der Signalsäule. Insgesamt ist die Anlage teurer als die kleinen CO2-Bürogeräte, aber ideal für große Lehrbereiche geeignet. Deißler: „Mit diesem System können wir gezielt lüften, um optimale Sicherheit für die Auszubildenden zu gewährleisten – ohne unnötig Energie zu verschwenden.“

Über Ziehl-Abegg

Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die auch noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 bei Ziehl-Abegg Automotive angesiedelt.

Das High-Tech-Unternehmen besticht durch eine hohe Innovationskraft. Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2019) beschäftigt 2.400 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 4.300 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 16 Produktionswerke, 29 Gesellschaften und 113 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei 633 Mio. Euro. Etwa 80 % der Umsätze werden im Export erzielt.

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.
Weitere Informationen auf www.ziehl-abegg.de