„Diese Marke ist für uns mehr als nur eine Zahl – sie steht für die Leistung, das Engagement und den Zusammenhalt unserer weltweiten Teams“, freut sich Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „2025 war kein einfaches Jahr. Wechselkurse, Zölle und geopolitische Unsicherheiten haben viele Märkte unter Druck gesetzt. Umso mehr zeigt dieses Ergebnis, wozu wir als Unternehmen in der Lage sind.“ Zum Erlös macht Ziehl-Abegg traditionell keine Angaben. Vorstandschef Ley sagt jedoch: „Der Gewinn war wegen der globalen Verwerfungen massiv unter Druck.“
Auslandsmärkte gewinnen immer mehr an Bedeutung
Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das starke Auslandsgeschäft: Die USA sind mit deutlich mehr als 20 Prozent Anteil am Gesamtumsatz inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt für Ziehl-Abegg. Die im Jahr 2024 gestartete Investition von 100 Millionen Euro in ein neues Werk kam zur richtigen Zeit und stärkt die lokale Präsenz sowie die Lieferfähigkeit im nordamerikanischen Markt.
China bleibt der zweitgrößte Auslandsmarkt. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs setzt Ziehl-Abegg dort gezielt auf eine regionale Entwicklung, um Produkte anzubieten, die sowohl technisch als auch preislich optimal auf die Marktanforderungen abgestimmt sind. „Wer in China bestehen will, muss den Markt nicht nur verstehen, sondern ihn auch vor Ort gestalten“, so Ley.
Weltneuheit: Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden
Ziehl-Abegg ist weltweit das erste Unternehmen, dem es 2025 gelungen ist, eine elektrische Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden zu entwickeln – und das bei gleichbleibend hoher Leistung und identischer Baugröße. Durch den Einsatz eines innovativen Motordesigns wird die technologische Unabhängigkeit gestärkt und eine dauerhaft stabile Produktion gewährleistet – unabhängig von geopolitischen Risiken oder Exportbeschränkungen. „Dem Wettbewerb technologisch immer ein deutliches Stück voraus, ist unsere Devise“, freut sich Vorstandschef Joachim Ley.
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte Ziehl-Abegg seine Position als Technologieführer weiter ausbauen. Vor allem die hohe Fertigungstiefe mit eigener Gießerei, Blechfertigung und Kunststoffverarbeitung sowie die Innovationskraft im Bereich bionischer Lüfterdesigns trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 5.800 Mitarbeitende, davon 3.000 (Vorjahr 2.800) an süddeutschen Produktionsstandorten. Die energiesparenden Ventilatoren und präzisen Antriebssysteme von Ziehl-Abegg kommen unter anderem in der Klima- und Kältetechnik, in Aufzügen, Reinräumen, Agraranlagen sowie in der Medizintechnik zum Einsatz. Die Produkte werden in mehr als 100 Ländern verkauft.
Über Ziehl-Abegg
Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel- und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen oder medizinischen Anwendungen (Computertomographen) für Antrieb sorgen.
Das High-Tech-Unternehmen besticht durch eine hohe Innovationskraft. Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2025) beschäftigt 3.000 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 5.800 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 17 Produktionswerke, 30 Gesellschaften und 114 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei gut 1 Milliarde Euro.
Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.


