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Vibration | Mechanische Schwingungen

in der Ventilatorentechnik

Was ist Vibration, bzw. mechanische Schwingung?

“Mechanische Schwingung” beschreibt eine zeitlich veränderliche Bewegung eines mechanischen Systems um einen Gleichgewichtspunkt oder eine Ruhelage, die durch das Zusammenwirken von Masse (Trägheit) und rücktreibenden Kräften entsteht. Diese kann periodisch oder quasiperiodisch auftreten.

Vibration wird in der ISO 2041:2018 definiert als “mechanische Schwingung eines Körpers um eine Gleichgewichtslage”. Im praktischen Kontext Maschinen- und Anlagenbau meint der Begriff häufig eine unerwünschte, negativ bewertete Form einer mechanischen Schwingung, die Bauteile belasten, Geräusche verursachen oder sogar die Funktion der Anlage beeinträchtigen kann.

Beispiel: Warum "hüpft" die Waschmaschine im Schleudergang?

Was ist der Unterschied zwischen Vibration, Schwingung und Oszillation?

Die Begriffe Vibration, Schwingung und Oszillation beschreiben im Wesentlichen alle drei dasselbe physikalische Grundprinzip einer zeitlich veränderlichen Bewegung, bzw. Zustandsänderung um eine Gleichgewichtslage.
Der Unterschied liegt daher nicht in der Physik, sondern primär im Anwendungsbereich und dem Kontext:

  • Vibration wird in der technischen Praxis, insbesondere im Kontext Maschinen- und Anlagenbau, häufig als unerwünschte mechanische Schwingung verwendet, die Gegenstand von Messungen, Monitoring und Normbewertung ist.
  • Schwingung ist der neutrale physikalische Fachbegriff für mechanische Bewegung um eine Gleichgewichtslage, der überwiegend in der Physik und in Ingenieurwissenschaften verwendet wird.
  • Oszillation ist ein allgemeiner Oberbegriff für periodische oder quasiperiodische Veränderungen eines Systemzustandes, auch außerhalb mechanischer Systeme, z.B. elektrisch, thermisch oder biologisch.

Zentrale physikalische Größen

Ampitude

Die Amplitude A quantifiziert die Stärke einer Schwingung und damit die maximale Auslenkung eines Systems von der Gleichgewichtslage. Sie ist von zentraler Bedeutung bei der Bewertung von vibrationsbedingten Belastungen und Verschleiß. Die Amplitude steht in direktem Zusammenhang mit der im System gespeicherten Schwingungsenergie. Mit zunehmender Energie nimmt auch die Amplitude der Schwingung zu.

Frequenz

Die Frequenz f gibt an, wie oft eine Schwingung pro Zeiteinheit auftritt und wird in Hertz (Hz) angegeben. Sie ist als Kehrwert der Periodendauer T definiert. Sie ist eine der zentralen Kenngrößen in der Schwingungsanalyse, da viele technische Ursachen charakteristische Frequenzen erzeugen.

Grundsätzlich gilt:

  • Hohe Frequenz: Viele Schwingungen pro Zeiteinheit und kleine Periodendauer
  • Niedrige Frequenz: Wenige Schwingungen pro Zeiteinheit und große Periodendauer

Periodendauer

Die Periodendauer T ist die Zeit, die eine vollständige Schwingung benötigt. Sie errechnet sich aus der Wellenlänge λ und der Wellengeschwindigkeit v und steht damit in direktem Zusammenhang mit der Frequenz. 

Gemessen wird die Periodendauer T in Sekunden (s).

Phase

Die Phase φ beschreibt die zeitliche Lage einer Schwingung relativ zu einem Referenzzeitpunkt. Sie ist insbesondere in der Analyse beim Vergleich mehrerer Schwingungen relevant.

Grundlegende Schwingungsarten

Mechanische Schwingungen lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen. Für das Verständnis technischer Anwendungen ist insbesondere die Unterscheidung nach Anregungsart, Dämpfung und Ursache relevant.

Einteilung nach Anregungsart

  • Freie Schwingungen entstehen, wenn ein System aus einer Gleichgewichtslage ausgelenkt wird und ohne äußere Einwirkung schwingt. Die Bewegung erfolgt dabei mit der systemspezifischen Eigenfrequenz und nimmt durch Dämpfung im zeitlichen Verlauf ab.
  • Erzwungene Schwingungen werden durch kontinuierliche äußere Anregung verursacht. Im stationären Zustand entspricht die Schwingungsfrequenz der Anregungsfrequenz. Die Amplitude wird von der Stärke der Anregung, der Systemdämpfung und der Nähe zur Eigenfrequenz beeinflusst.

Einteilung nach Dämpfung

  • Ungedämpfte Schwingungen beschreiben ein Idealmodell mit konstanter Amplitude ohne auftretende Energieverluste. Da diese in realen Anwendungen nicht vorkommen, haben sie eine rein theoretische Relevanz.
  • Gedämpfte Schwingungen weisen ohne kontinuierliche externe Anregung eine stetig abnehmende Amplitude auf. Da in realen Anwendungen beispielsweise durch Reibung immer Energieverluste auftreten, sind mechanische Schwingungen in der Praxis immer gedämpft.

Einteilung nach Ursache

  • Strukturelle Schwingungen entstehen durch die dynamischen Eigenschaften des Systems, insbesondere durch Masse, Steifigkeit und Randbedingungen.
  • Rotordynamische Schwingungen treten in rotierenden Systemen auf. Sie werden beispielsweise durch Unwuchten, Verformungen oder Lagerkräfte verursacht.
  • Strömungsinduzierte Schwingungen entstehen durch instationäre Kräfte, wie beispielsweise Turbulenzen, aus dem beförderten Medium (z.B. Luft).

In der Ventilatorentechnik treten mechanische Schwingungen infolge mechanischer Bewegung überwiegend als erzwungene, gedämpfte Schwingungen auf. Die Anregung erfolgt typischerweise durch eine Kombination aus rotordynamischen Ursachen (z.B. Unwucht) und strömungsbedingten Einflüssen (z.B. Turbulenzen). Das Zusammenwirken der Anregung mit den strukturellen Systemeigenschaften bestimmt das resultierende Vibrationsverhalten.

Eigenfrequenz & Resonanz

Eigenfrequenz

Die Eigenfrequenz ist eine systemspezifische physikalische Größe und beschreibt die Frequenz, mit der ein mechanisches System nach einer einmaligen Auslenkung frei schwingt. Sie wird ausschließlich durch die physikalischen Eigenschaften eines Systems bestimmt, insbesondere durch dessen Masse und Steifigkeit. Für ein einfaches lineares System ergibt sich die Eigenfrequenz fe aus dem Verhältnis von Steifigkeit k zu Masse m:

Grundsätzlich gilt:

  • Hohe Steifigkeit führt zu hohen Eigenfrequenzen
  • Große Masse führt zu niedrigen Eigenfrequenzen

Reale Systeme können gleichzeitig mehrere Eigenfrequenzen besitzen, die von der Geometrie und den Randbedingungen abhängen. Jede dieser Eigenfrequenzen ist mit einer charakteristischen Schwingungsform (Mode) verbunden.

Diese Mode beschreibt das räumliche Bewegungs- und Deformationsmuster des Systems während der Schwingung. Je nach Eigenform treten dabei an unterschiedlichen Stellen des Systems unterschiedlich große Auslenkungen auf. Dadurch kann es vorkommen, dass bestimmte Bereiche eines Bauteils besonders stark beansprucht werden, während andere nahezu unbewegt bleiben.

Resonanz

Resonanz ist ein physikalisches Phänomen, das auftritt, wenn sich die Frequenz einer äußeren Anregung der Eigenfrequenz eines Systems annähert:

fAnregung ≈ fe

In diesem Fall wirkt die dem System zugeführte Energie besonders effizient, wodurch die Schwingungsamplitude stark ansteigen kann.

In rotierenden Maschinen stehen die Anregungsfrequenzen häufig in direktem Zusammenhang mit der Drehzahl. Kritische Drehzahlen bezeichnen dabei jene Drehzahlbereiche, in denen Resonanz auftreten kann. In diesen Bereichen können erhöhte Schwingungsamplituden auftreten, die zu verstärktem Verschleiß, Geräuschen oder Schäden an Komponenten führen können.

Wie entstehen Vibrationen?

Vibrationen, bzw. mechanische Schwingungen entstehen, wenn ein System aus seiner Gleichgewichtslage ausgelenkt wird und rücktreibende Kräfte wirken, die zusammen mit der Trägheit eine zeitlich veränderliche Bewegung hervorrufen.

Das Schwingungsverhalten eines Systems wird dabei maßgeblich durch das Zusammenwirken folgender physikalischer Eigenschaften bestimmt: 

  • Masse (Trägheit)
  • Steifigkeit (elastische Rückstellkräfte)
  • Dämpfung (Energieverluste)

Zusätzlich wird das tatsächliche Schwingungsverhalten durch äußere Einflüsse bestimmt, insbesondere durch:

  • Anregung (z.B. Frequenz und Wirkrichtung der Anregung)
  • Randbedingungen (Lagerung, Befestigung, Übertragung von Kräften durch die Einbausituation)

In technischen Anwendungen entstehen Schwingungen überwiegend durch äußere oder innere Anregungen, die das System während des Betriebs beeinflussen.

Welche Auswirkungen haben Vibrationen?

Vibrationen wirken sich in technischen Systemen auf unterschiedliche Weise aus und können sowohl die Funktion, die Lebensdauer als auch die Sicherheit von Maschinen beeinflussen. Die Auswirkungen hängen dabei wesentlich von der Amplitude, der Frequenz und der Dauer der Schwingungsanregung ab.

Mechanische Belastung und Materialermüdung

Vibrationen führen zu zeitlich wechselnden Spannungen in Bauteilen. Diese dynamischen Belastungen können langfristig zu Materialermüdung führen, selbst wenn die auftretenden Spannungen unterhalb der statischen Festigkeit liegen.

Typische Folgen sind:

  • Rissbildung in hochbelasteten Bereichen
  • Ermüdungsbrüche an Wellen, Gehäusen oder Befestigungen
  • Lockerung von Schraubverbindungen

Lagerbelastung und Verschleiß

In rotierenden Maschinen wirken Vibrationen direkt auf Lager. Dadurch entstehen zusätzliche Kontaktkräfte, die zu erhöhtem Verschleiß führen können.

Mögliche Effekte:

  • Erhöhte Lagererwärmung und vorzeitiger Verschleiß
  • Störung des Schmierfilms
  • Geräuscherhöhung durch Laufunruhe

Geräuschentwicklung

Vibrationen sind eine wesentliche Ursache für erhöhte Geräuschentwicklung in Maschinen. Schwingende Bauteile übertragen Energie auf ihre Umgebung, wodurch hörbarer Schall entsteht.

Mögliche Folgen:

  • Erhöhte Lärmbelastung während des Betriebs
  • Strukturell bedingte Brumm- oder Pfeifgeräusche
  • Bei Lüftungsanlagen: Unerwünschte Resonanzeffekte im Luftkanal

Funktionsbeeinträchtigung und Effizienzverlust

Starke Vibrationen können die Betriebsstabilität einer Anlage beeinträchtigen. In Ventilatoren kann dies insbesondere zu folgenden Effekten führen:

  • Laufunruhe des Laufrads
  • Verringerter Wirkungsgrad durch erhöhte Energieverluste
  • Gestörte Strömungsverhältnisse
  • Eingeschränkte Regelgenauigkeit des Systems

Diese Effekte können sich gegenseitig verstärken und zu einem insgesamt instabilen Betriebsverhalten führen.
 

Komfort- und Umgebungswirkungen

Neben technischen Auswirkungen können Vibrationen auch zu wahrnehmbaren Effekten führen:

  • Übertragung von Schwingungen auf die Umgebung (z.B. Befestigungsuntergrund, Gebäudestruktur)
  • Störung durch spürbare Vibrationen
  • Störung durch erhöhte Geräuschentwicklung

Sicherheits- und Schadensrisiken

Besonders stark ausgeprägte oder lang anhaltende Vibrationen können zu kritischen Betriebszuständen führen:

  • Strukturelles Versagen von Komponenten
  • Unkontrolliertes Maschinenverhalten
  • Anlagenausfall

Vibration in der Ventilatorentechnik

In der Ventilatorentechnik hängt das Vibrationsverhalten nicht nur vom Ventilatortyp, sondern maßgeblich auch von der Einbausituation und den Betriebsbedingungen ab.

  • Radialventilatoren weisen aufgrund ihrer Bauform und der häufig höheren Massen des Laufrads potenziell stärkere rotordynamische Anregungen auf. Insbesondere bei einer direkten Montage an nachgiebigen Strukturen, wie beispielsweise Wänden oder Gehäusen, kann es zu einer verstärkten Übertragung von Schwingungen kommen.
  • Axialventilatoren zeigen dagegen häufig ein ruhigeres Laufverhalten, sind jedoch anfälliger für strömungsbedingte Schwingungen.

Die beschriebenen Einflüsse bestimmen nicht nur die Stärke der auftretenden Vibrationen, sondern auch deren Bewegungsform. In der Praxis äußern sich diese Schwingungen in charakteristischen Bewegungsmustern, die als sogenannte Moden beschrieben werden.

Messung, Analyse und Überwachung von Vibrationen

Messung von Vibrationen

Bei der Messung von Vibrationen werden insbesondere der Schwingweg (Auslenkung), die Schwingungsgeschwindigkeit und die Schwingbeschleunigung eines schwingenden Systems erfasst. Diese physikalischen Größen ermöglichen eine quantitative Beschreibung des Vibrationsverhaltens.
Zur Datenerfassung werden Sensoren typischerweise an schwingungsrelevanten Stellen montiert, wie z.B. als integrierte 3-Achsen-Sensoren in der Motorelektronik.

Analyse von Vibrationsdaten

Die Analyse von Vibrationsdaten dient dazu, Ursachen von Schwingungen zu identifizieren, Betriebszustände zu bewerten und kritische Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Dafür werden Messdaten softwaregestützt ausgewertet und visualisiert. 
Fortschrittliche softwaregestützte Analysesysteme ermöglichen eine automatisierte Auswertung großer Datenmengen sowie eine reproduzierbare Bewertung komplexer Schwingungssysteme.

Überwachung von Vibrationen

Die kontinuierliche Überwachung von Vibrationen ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Veränderungen im Betriebsverhalten und bildet die Grundlage für eine zustandsorientierte Instandhaltung (Condition Monitoring).
Durch fortlaufende Erfassung und Analyse von Vibrationsdaten können kritische Veränderungen im Betriebsverhalten frühzeitig erkannt und potenzielle Schäden bereits vor dem Auftreten kritischer Betriebszustände prognostiziert werden.

Besonderheiten bei Fan Arrays

Bei Ventilatorwänden (Fan Arrays) muss das Vibrationsverhalten zusätzlich als Gesamtsystem betrachtet werden. Im Vergleich zu einzeln betriebenen Ventilatoren können sich die Schwingungen mehrerer Ventilatoren gegenseitig beeinflussen.

Die Wechselwirkungen entstehen insbesondere über gemeinsame Tragstrukturen, Gehäuse oder strömungsbedingte Kopplungen. Dadurch können sich Schwingungen lokal verstärken, überlagern oder auf andere Komponenten übertragen.

Werden mehrere Ventilatoren mit ähnlichen, aber nicht exakt identischen Drehzahlen betrieben, können zusätzlich Schwebungsphänomene auftreten. Dabei entstehen periodische Verstärkungen und Abschwächungen der Schwingungsamplituden.

Darüber hinaus besitzt die gesamte Ventilatorwand eigene strukturelle Eigenfrequenzen und Eigenmoden. Werden diese durch mehrere Ventilatoren gleichzeitig angeregt, können erhöhte dynamische Belastungen innerhalb des Gesamtsystems entstehen.

Für die Analyse und Überwachung ist daher nicht nur die Bewertung einzelner Ventilatoren relevant, sondern auch das dynamische Verhalten des Gesamtsystems. Fortschrittliche Monitoring-Systeme ermöglichen hierbei die synchrone Erfassung und Analyse mehrerer Ventilatoren innerhalb eines gemeinsamen Systems.

Zur Reduzierung kritischer Schwingungen kommen unter anderem Schwingungsisolatoren sowie die gezielte Vermeidung kritischer Resonanzbereiche im Betriebsbereich zum Einsatz.

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Reduktion von Vibrationen

In der Praxis treten Schwingungsprobleme oft nicht isoliert, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer Ursachen auf. Durch konstruktive, rotordynamische, strukturelle oder regelungstechnische Maßnahmen lassen sich Vibrationen reduzieren.
Die folgende Auswahl an Maßnahmen kann dabei helfen, Schwingungsanregungen zu minimieren, Resonanzen zu vermeiden und die Übertragung von Schwingungen auf die Umgebung zu begrenzen:

Reduzierung von Unwuchten

Unwuchten sind häufige Ursachen mechanischer Schwingungen in rotierenden Maschinen:

  • Präzise Rotorwuchtung
  • Gleichmäßige Massenverteilung
  • Vermeidung von Verschmutzungen am Laufrad

Einbauempfehlungen des Herstellers beachten

Die Einbausituation hat einen wesentlichen Einfluss auf das Vibrationsverhalten von Ventilatoren. Ungünstige Strömungsbedingungen oder ungeeignete Montagebedingungen können zusätzliche Schwingungsanregungen verursachen. Beispiele:

  • Zu geringe Abstände zu Wänden oder Hindernissen
  • Ungleichmäßige Anströmung
  • Turbulenzen
  • Ungünstige Kanal- oder Gehäusegeometrien

Die Einbauempfehlungen des Herstellers sollten bei der Montage daher eingehalten werden, um einen stabilen Betrieb des Gesamtsystems sicherzustellen.

Für optimale Performance & Lebensdauer: Einbau- und Anwendungshinweise für ZIEHL-ABEGG Radialventilatoren

Vermeidung kritischer Resonanzbereiche

Resonanzen können zu stark erhöhten Schwingungsamplituden führen:

  • Anpassung von Steifigkeit oder Masse
  • Veränderung von Eigenfrequenzen
  • Vermeidung kritischer Drehzahlbereiche
  • Sperrung kritischer Drehzahlbereiche in der Regelung

Optimierung und Versteifung von Tragstrukturen

Die Steifigkeit der Tragstruktur beeinflusst maßgeblich das dynamische Verhalten eines Ventilatorsystems. Nachgiebige oder unzureichend ausgelegte Strukturen können zu erhöhten Schwingungsamplituden und Resonanzeffekten führen.

Durch konstruktive Maßnahmen wie zusätzliche Verstrebungen, steifere Befestigungen oder eine optimierte Strukturgeometrie lassen sich Eigenfrequenzen gezielt verändern und kritische Resonanzbereiche vermeiden.

Insbesondere bei Fan Arrays und wandmontierten Ventilatoren spielt die strukturelle Auslegung der Gesamtanlage eine wichtige Rolle für das Vibrationsverhalten.

Schwingungsentkopplung und Dämpfung

Die Übertragung von Vibrationen auf benachbarte Komponenten oder Gebäudestrukturen kann durch geeignete Entkopplungsmaßnahmen reduziert werden:

  • Einsatz von Schwingungsisolatoren oder Dämpfern
  • Elastische Lagerung
  • Optimierung der Kraftübertragung auf die Umgebung

Strömungsoptimierung

Strömungsbedingte Schwingungen lassen sich durch stabile und gleichmäßige Strömungsverhältnisse reduzieren:

  • Optimierte Laufradgeometrien
  • Vermeidung von Strömungsablösungen
  • Reduktion von Turbulenzen
  • Optimierte Zu- und Abströmbedingungen

Zustandsüberwachung und Predictive Maintenance

Die kontinuierliche Überwachung von Vibrationsdaten ermöglicht eine frühzeitige Erkennung kritischer Veränderungen im Betriebsverhalten.

Fortschrittliche Monitoring- und Analysesysteme bilden eine wichtige Grundlage für zustandsorientierte Instandhaltungsstrategien bis hin zu Predictive Maintenance.

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