Eine der wesentlichen Normen für die Belüftung von geschlossenen, wärmegedämmten Schweine, Rinder-, Geflügel-, Schaf- und Pferdeställen ist die DIN 18910-1. Sie fungiert als Berechnungs- und Planungsgrundlage, sowohl für zwangsbelüftete Stallsysteme als auch für solche mit rein passiver Belüftung, also Luftaustausch ohne Ventilatoren.
Die DIN 18910-1 definiert, welcher Luftvolumenstrom im Winter- und Sommerbetrieb notwendig ist, damit die Tiere im Stall nicht zu Schaden kommen. Dafür muss sich die lufttechnische Anlage präzise regeln lassen: Im Winter soll die Abluft samt Schadgasen und Wasserdampf abgeführt, die Wärme dabei aber möglichst erhalten werden. Im Sommer wird dagegen ein höherer Luftvolumenstrom benötigt, um neben den Luft- und Raumbelastungen auch die überschüssige Wärme abzuführen. Das ist notwendig, damit die Stalltemperatur in einem für die Tiere verträglichen und angenehmen Niveau bleibt.