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Innovationen stärken Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit

Ministerpräsident Cem Özdemir besucht Ziehl-Abegg am Firmensitz in Süddeutschland 
Wie können Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehen? Darüber informierte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir bei einem Besuch des Ventilatoren- und Motorenherstellers Ziehl-Abegg in Künzelsau. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Energieeffizienz, Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

Cem Özdemir ist seit Mai 2026 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. Zuvor war er Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Bei Ziehl-Abegg tauschte er sich mit den Vorständen Joachim Ley, Wolfgang Mayer und Marco Altherr sowie dem Betriebsratsvorsitzendem Rinor Imeri über die Herausforderungen der Industrie und die Chancen energieeffizienter Technologien aus.

Während eines Rundgangs durch das Entwicklungszentrum InVent und die Produktion erhielt der Ministerpräsident Einblicke in die Entwicklung moderner Ventilatoren, Elektromotoren und Antriebssysteme. Vorgestellt wurden unter anderem Lösungen für Rechenzentren, Wärmepumpen und energieeffiziente Gebäude sowie die weltweit größte kombinierte Messkammer für Ventilatoren.

„Der Klimawandel ist aktuell vielleicht nicht mehr ganz so en vogue. Aber wir dürfen ihn nicht verdrängen und ignorieren“, sagte Özdemir. Ziehl-Abegg zeige, dass sich Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließen müssten. „Schwarze Zahlen mit grünen Ideen – das freut den Ministerpräsidenten.“

Mit Blick auf die Energiewende ergänzte der Ministerpräsident: „Jeder, der seinen Verstand einsetzt, kommt zu dem Ergebnis, dass Energieeffizienz und erneuerbare Energien ,gscheit‘ sind. Wir sparen damit Energie und Geld.“

Joachim Ley erläuterte, dass Ziehl-Abegg seine Wettbewerbsfähigkeit konsequent durch Innovationen stärkt: „Der größte Schutz sind Innovationen. Mit unserem Qualitätsvorsprung bei Effizienz und Geräusch gelingt es uns, vermeintlich günstigere Preise asiatischer Wettbewerber auszugleichen. Aber wir dürfen uns auf keinen Fall schlafen legen.“

Der Ministerpräsident hob hervor, dass der direkte Austausch mit Unternehmen für politische Entscheidungen wichtig sei. Zugleich nahm er die Botschaft aus den Gesprächen mit, dass Bürokratieabbau und schnelle Genehmigungsverfahren entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland sind.

Beeindruckt zeigte sich Özdemir insbesondere von der Innovationskraft und der Unternehmenskultur des Familienunternehmens. Sein Fazit: „Hier sind keine ,Bruddler‘, sondern Anpacker vor Ort. Menschen, die ihr Land lieben und es mit harter Arbeit, Forschung und Innovation voranbringen wollen.“

Joachim Ley zog ebenfalls ein positives Resümee des Besuchs: „Wenn Sie heute mitnehmen, dass Ziehl-Abegg innovativ, mutig, in der Welt zu Hause und dennoch in der Region verwurzelt ist, haben wir alles richtig gemacht.“

Der Besuch unterstrich die Bedeutung energieeffizienter Technologien für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig machte der Austausch deutlich, dass Innovationen, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen entscheidend sind, damit der Industriestandort Baden-Württemberg auch künftig international wettbewerbsfähig bleibt.

 

Über Ziehl-Abegg

Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel- und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen oder medizinischen Anwendungen (Computertomographen) für Antrieb sorgen. 

Das High-Tech-Unternehmen besticht durch eine hohe Innovationskraft. Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2025) beschäftigt 3.000 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 5.800 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 17 Produktionswerke, 30 Gesellschaften und 114 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei gut 1 Milliarde Euro. 

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz. 

Weitere Informationen auf www.ziehl-abegg.de