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Was ist ein Innenläufermotor?

Der Innenläufermotor ist eine Bauform von Elektromotoren. Ein Innenläufermotor besteht aus einem im Inneren der Maschine liegenden, beweglichen Rotor (auch "Läufer" genannt), und einer außen angeordneten, unbeweglichen Baugruppe, dem Stator. Durch Bestromung erzeugen die Statorwicklungen ein elektromagnetisches Drehfeld, welches den Läufer mittels Interaktion mit dessen Läufer-Magnetfeld in eine Drehbewegung versetzt.

Es können unterschiedliche Technologien und Motortypen als Innenläufer ausgeführt sein, z.B. EC-Motoren oder AC-Motoren.

Bewährte Qualität von ZIEHL-ABEGG: Als Innenläufer ausgeführte Motoren für Lüftungstechnik oder Aufzugsantriebe.

Wie funktioniert ein Innenläufermotor?

Im innen liegenden Rotor des Innenläufermotors entsteht ein magnetisches Feld. Je nach Technologie wird das Läuferfeld durch abwechselnd gepolte Permanentmagnete (EC-Innenläufer) oder durch ein bewickeltes Blechpaket unter Zugabe von elektrischem Strom (AC-Innenläufer) erzeugt. Im umgebenden Stator befinden sich kreisförmige Wicklungen, die bei Bestromung ein elektromagnetisches Drehfeld erzeugen.
Durch die Anziehung unterschiedlicher bei gleichzeitiger Abstoßung identischer Polung wird der Läufer in Bewegung versetzt. Der Innenläufer bewegt sich dabei mit dem wandernden Drehfeld des Stators bzw. wird von diesem mitgenommen.
Der für die jeweilige Anwendung erforderliche Drehzahlbereich lässt sich durch eine integrierte Steuerungselektronik (EC-Innenläufer) oder einen zugeschalteten Frequenzumrichter (AC-Innenläufer) elektronisch einstellen.

Wie sind Innenläufermotoren aufgebaut?

Ein Innenläufermotor besteht typischerweise aus folgenden Bauelementen:

  • Gehäuse mit Stromanschluss
  • Innen liegender Läufer mit abwechselnd gepolten Permanentmagneten (EC-Innenläufer) oder bewickeltem Blechpaket (AC-Innenläufer), die auf einer aus dem Gehäuse ausgeführten Welle angebracht sind
  • Umgebendes Statorpaket mit mehreren Wicklungen zur Erzeugung des magnetischen Drehfeldes

  Höchste Effizienz von ZIEHL-ABEGG: Der als Innenläufer ausgeführte ZAtop setzt neue Maßstäbe in der Aufzugstechnik.

Gehäuse mit elektrischem Anschlusskasten

Statorpaket mit Wicklungen

Rotorpaket mit Permanentmagneten (EC-Innenläufer) oder Läuferwicklungen (AC-Innenläufer)

Ausgeführte Motorwelle

Welche Vorteile haben Innenläufermotoren?

  • Hohe Leistungsdichte: Der geringe Durchmesser des Läufers ermöglicht eine hohe Leistungsdichte, sodass selbst bei einem kurzen Bauraum das erforderliche Drehmoment realisiert werden kann.
  • Hohe Drehzahl: Bauartbedingt erreichen Innenläufermotoren hohe Drehzahlen, was z. B. im Modellbau oder bei Servomotoren von Vorteil ist.
  • Geringes Trägheitsmoment: Wechsel von Drehzahl oder Drehrichtung lassen sich bei Bedarf in Sekundenbruchteilen umsetzen.
  • Zusätzliche Flexibilität: Zwei nutzbare Wellenenden ermöglichen die Installation zusätzlicher System- oder Funktionselemente. So kann der Innenläufer sehr vielseitig verwendet und in Anlagen aller Art eingebunden werden.
  • Artspezifische Vorteile: Wird beispielsweise ein BLDC-Motor als Innenläufer ausgeführt, weist dieser durch die elektrische Kommutierung einen sehr geringen mechanischen Verschleiß auf. Das unterscheidet bürstenlose (engl: brushless, BL) Elektromotoren generell von herkömmlichen Bürstenmotoren, die durch Materialabrieb und Funkenbildung ("Bürstenfeuer") an den Gleit- bzw. Schleifkontakten verschleißen.
  • Präzise regelbarer Drehzahlbereich
  • Geräusch- und vibrationsarm

Wo werden Innenläufermotoren eingesetzt?

Aufgrund ihrer spezifischen Leistungseigenschaften und Vorteile werden Innenläufermotoren häufig in folgenden Anwendungen und Bereichen eingesetzt:

Unterschied: Innen- und Außenläufermotor

Bei einem Innenläufermotor befindet sich der bewegliche Läufer (Rotor) im Inneren der Maschine und ist von einem unbeweglichen Stator umgeben. Aufgrund des geringen Durchmessers des Rotors erreichen Motoren dieser Bauform eine sehr hohe Leistungsdichte bei einem geringen Trägheitsmoment. Dadurch sind Drehzahl- und Drehrichtungswechsel im Bereich von Millisekunden möglich, was diese Art Elektromotoren unter anderem für den Bereich der Medizintechnik, wo es auf höchste Präzision ankommt, besonders attraktiv macht.
Bei einem Außenläufermotor ist der Stator dagegen im Inneren der Maschine verbaut und wird von einem außen rotierenden Läufer (Rotor) umgeben, der das Drehmoment überträgt. Aufgrund der großen Interaktionsfläche zwischen Rotor und Stator erreicht ein Außenläufermotor ein hohes Drehmoment bei einem vergleichsweise geringen Energieverbrauch.

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