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Was ist ein Ventilator?

Ein Ventilator (auch "Lüfter" genannt) ist eine meist durch einen Elektromotor angetriebene Strömungsmaschine, die Luft oder andere gasförmige Medien befördert. Je nach Anforderung der Anwendung und Einbausituation gibt es unterschiedliche Bauarten von Ventilatoren, z.B. Axialventilatoren, Radialventilatoren oder Querstromventilatoren. Grundsätzlich bestehen alle Ventilatoren im Basis-Aufbau aus einem Elektromotor und einem mit Flügelblättern oder Schaufeln besetzten Laufrad, welches die Luft mittels Rotation in Bewegung versetzt. Durch die richtige Auswahl der Laufrad-Motor-Kombination, sowie optionale Zusatzkomponenten, wie Gehäuse, Regeltechnik, Vor- und Nachleitgitter, etc. kann das System nach dem individuellen Bedarf einer Anwendung ausgelegt werden.

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Wie funktioniert ein Ventilator?

Ventilatoren haben - unabhängig ihrer Bauart oder Auslegung - die Aufgabe, Luft oder andere gasförmige Medien zu befördern.

Das Basis-Set eines jeden Ventilators besteht aus einem Laufrad und einem Elektromotor, der das Laufrad antreibt. Der Elektromotor versetzt das Laufrad in eine Drehbewegung. Das Laufrad wiederum versetzt die Luft in Bewegung, indem diese an der Saugseite des Systems angesogen und an der Druckseite wieder ausgeströmt wird.

Die Bauart des Ventilators beeinflusst sowohl die Richtung, aus der die Luft angesogen und wieder ausgeströmt wird (axial, radial, diagonal, tangential), als auch die konstruktionsbedingten Leistungseigenschaften (z.B. Volumenstrom, Druck, etc.) der Anlage. 

Wie sind Ventilatoren aufgebaut?

  • Laufrad: Da Ventilatoren in einer Vielzahl verschiedenster Anwendungsbereiche mit ebenso unterschiedlichen Anforderungen eingesetzt werden, unterscheidet man verschiedene Bauarten von Ventilatoren
     
  • Motor: Je nach Anforderung können Ventilatoren durch unterschiedliche Antriebskonzepte betrieben werden. Da bei jeder Komponente eines Systems auch immer Leistungsverluste auftreten, ist bei der Auslegung einer Anlage die Abstimmung der einzelnen Komponenten entscheidend, um einen möglichst hohen Systemwirkungsgrad zu erreichen.
    Ventilationssysteme mit Direktantrieb werden häufig durch Permanentmagnet-Elektromotoren als BLDC- Motor, bzw. EC-Motor oder AC-Motoren betrieben, welche als Innenläufermotor oder Außenläufermotor ausgeführt sein können. 
     
  • Regeltechnik: Durch den Einsatz von Regeltechnik kann eine Anlage mit den verschiedensten Zusatzfunktionen ausgestattet werden. Von der Drehzahlregelung über die Anbindung in Cloudsysteme bis zur Gruppensteuerung in verschiedenen BUS-Systemen etc., bestehen zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten.
     
  • Zusatzkomponenten: Moderne Anlagen können durch Zusatzkomponenten (z.B. Gehäuse, Vor- und Nachleitgitter, Diffusor, Berührschutz, etc.) exakt nach Bedarf ausgelegt werden.

Welche Bauarten von Ventilatoren gibt es?

Ein wichtiges Ziel der Ventilatorenhersteller besteht darin, dass die Ventilatoren möglichst hohe Wirkungsgrade im Sinne der jeweiligen Anwendung erzielen. Um diesen Anforderungen möglichst bedarfsgerecht zu entsprechen, werden mehrere Bauarten von Ventilatoren unterschieden, deren Bezeichnung sich an der Art und Weise orientiert, wie die Luft durch das Laufrad strömt:

Axialventilator

Axialventilatoren, auch Axiallüfter genannt, ähneln in ihrer Funktionsweise einem Flugzeugpropeller oder einer Schiffsschraube. Das mit einer Blattanordnung bestückte Laufrad fördert die Luft parallel zur Antriebsachse (axial) von der Saugseite zur Druckseite der Anlage. Sie werden in der Regel in Anwendungsbereichen eingesetzt, in denen große Luftmengen (hohe Luftströme) bei geringen Druckwiderständen befördert werden müssen.

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Diagonalventilator

Diagonalventilatoren bilden eine Mischform zwischen Axial- und Radialventilatoren mit konisch geformten Schaufeln im Laufrad. Die Luft wird axial angesaugt und diagonal zur Drehachse nach außen abgeströmt. Die kompakte Bauweise ermöglicht hohe Volumenströme bei beengten Einbauverhältnissen. Sie werden in der Regel dann eingesetzt, wenn Axialventilatoren für die Anwendung zu wenig Druck und Radialventilatoren zu wenig Luftstrom erzeugen.

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Radialventilator

In Radialventilatoren, auch Radiallüfter oder Zentrifugalventilatoren genannt, wird die Luft parallel zur Antriebsachse (axial) angesaugt und in radialer Richtung, rechtwinklig zur Drehachse, wieder ausgeströmt. Sie werden in der Regel in Anwendungsbereichen eingesetzt, in denen ein höherer Druck erforderlich ist. Konstruktive Maßnahmen, wie Anzahl, Form und Geometrie der Schaufeln, können die Wirkungsweise des Laufrades beeinflussen.

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Querstromventilator

In Querstromventilatoren, auch Querstromlüfter oder Tangentialventilatoren genannt, wird die Luft mittels vorwärts in Laufrichtung gekrümmter Schaufeln in tangentialer Richtung angesaugt und großflächig, ebenfalls tangential wieder ausgeströmt. Querstromventilatoren können große Luftmengen über eine breite Austrittsfläche befördern und werden daher z.B. in Gebläsekonvektoren oder zur Erzeugung von Luftschleiern eingesetzt.

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Wo werden welche Ventilatoren eingesetzt?

Axialventilatoren
Diagonalventilatoren
Radialventilatoren
Querstromventilatoren

Was macht einen Ventilator leise?

Häufig sind strömungsbedingte Phänomene die Ursache für die Erzeugung dominanter Geräusche während des Betriebs eines Ventilators. Der Ventilator beschleunigt die Luft, setzt sie in Bewegung und stellt dadurch einen Volumenstrom bereit. Die Luft wird an den Schaufeln des Ventilators umgelenkt. Je stärker diese umgelenkt wird, desto mehr Druck kann der Ventilator bereitstellen. Dabei entstehen an verschiedenen Stellen des Ventilators (An- und Abströmkante, Kopfspalt oder Oberfläche) Verwirbelungen oder Turbulenzen der Luft. Ihr Erscheinen und ihre Ausprägung sind neben dem Betriebspunkt auch wesentlich von der Einbausituation abhängig.
Eine optimale Ausgestaltung der Flügelgeometrie kann jedoch die verschiedenen Strömungssituationen wesentlich verbessern und somit die Schallabstrahlung reduzieren. Zur Entwicklung einer optimalen Ventilator-Aerodynamik kann die Bionik innovative Ansätze zur Verbesserung von Wirkungsgrad, Schallentwicklung oder Betriebsverhalten liefern.

Beispiele:

  • Speziell gestaltete Flügelkanten: Flügelsichelung, Hinterkantenzacke, Vorderkantenwellen,...
  • Oberflächenstrukturen auf dem Flügel oder der Schaufel
  • Profilierung des Flügels oder der Schaufel
  • Winglets am Flügelende
  • usw.

"Lüfter" oder "Ventilator"?

Neben der typischen Bezeichnung „Ventilator“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch auch andere Begriffe, wie beispielsweise „Lüfter“ verwendet. Tatsächlich werden die verschiedenen Bezeichnungen in der Praxis sehr unterschiedlich angewandt. Aus technischer Sicht ist „Lüfter“ lediglich ein Synonym für „Ventilator“.

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